Heute auf meinem Werktisch – eine herrliche Patek Philippe aus den 1860er Jahren.
Heute auf meinem Werktisch: die versprochene Vorstellung einer extrem seltenen Patek Philippe mit springender Sekunde.
Das Uhrwerk aus dem Jahr 1867 verfügt über eine sogenannte springende Sekunde („seconde morte“), die eine exakte Ablesbarkeit der Sekunden ermöglicht. Besonders spannend ist der experimentelle Aufzug: Mit einer Krone werden sowohl die Zugfeder des eigentlichen Uhrwerks als auch jene des separaten Mechanismus für die springende Sekunde gespannt. Da beide Federn konstruktiv niemals gleich lang sein können, wurde für die Feder der springenden Sekunde ein Rutschzaum vorgesehen – so kann sie am Ende gefahrlos durchrutschen, ohne zu brechen.
Die Steuerung der springenden Sekunde erfolgt über das Gangrad des Uhrwerks. Ein kleiner Hebel greift in dieses ein und lässt das Räderwerk für die springende Sekunde exakt im Sekundentakt ablaufen. Über einen seitlichen Drücker am Gehäuse und ein Schaltrad kann die Funktion ein- oder ausgeschaltet werden – vermutlich, weil diese Präzision nur für spezielle Anwendungen benötigt wurde.
Das Gehäuse stammt aus den 1920er-Jahren und deutet darauf hin, dass die Uhr später als Borduhr in einem Automobil genutzt wurde.
Ich habe die Uhr vollständig restauriert: Schrauben und Stahlteile aufgearbeitet, Schrauben von Hand gebläut und beschädigte Teile galvanisch behandelt. Jetzt läuft dieses besondere Stück wieder zuverlässig und wird seinem Besitzer – einem leidenschaftlichen Sammler – große Freude bereiten.
















