Heute auf meinem Werktisch – Venus Kaliber 195 aus den 1950er Jahren.

Heute auf meinem Werktisch – ein herrlicher Kalender mit einem Kaliber Venus 195 aus den 1950er Jahren.
Bei der ungewöhnliche Armbanduhr ist am Zifferblatt kein herkömmlicher Markennamen zu sehen, sondern die genaue Typenbezeichnung des Uhrwerks . Am Uhrwerk selber ist dann die Vertriebsmarke “ Breitling“ eingraviert – sehr ungewöhnlich und bemerkenswert.
Ich hab bei der Uhr eine komplette Restauration durchgeführt und die Uhr läuft jetzt wieder einwandfrei.
Wir sind Uhrmacher aus Leidenschaft!

One Comment

  • Herbert März

    Dies ist das hochwertigste Venuswerk, welches je gebaut wurde mit den höchsten Komplikationen und höllisch selten. Venus wollte dem Valjoux 88 etwas entgegensetzen, denn die Hausmarke von Breitling war Venus, man wollte von Valjoux weg. Laut Auskunft von Breitling wurden nur 25 Breitling Datoras Referenz 804 mit dem Valjoux 88 Kaliber verbaut und ca. 50 Referenz 805. Ich selbst habe eine 804 im jahr 2018 verkauft für 22000,- Euro. Ab 1951 hat Breitling nichts mehr von Valjoux bezogen, auch kein Valjoux 72C mehr. Letztere wurden aber danach noch von Breitling für den Export nach Amerika in Wakmann Uhren eingebaut. Die Breitling Datora 785D wurde noch 1 Jahr 1951 gebaut, aber schon mit dem Kaliber Venus 191, welches es vorher nicht gab. Danach wurden noch einige billige Venus 200 ohne Schaltrad verbaut, die aber heute in der Breitling Historie umstritten sind, ob echt oder nicht echt. weil dieses Venus 195 nicht fertig war.
    Das Venus 195 ist erst in den späten 1960ern fertig geworden, kurz vor dem Konkurs von Venus und wurde nie in einer Breitling-Serie verbaut, da die Zeit für Datoras schon abgelaufen war und das Werk zu teuer war.
    Diese Uhr hier war ein Vorlage- bzw. ein Musterstück von Venus an Breitling. deshalb der Venus Stern auf dem Zifferblatt und Breitling auf dem Uhrwerk. Sie ist sehr hochwertig und selten, ich denke, es existieren höchstens 1 oder 2 Stücke. Ich selbst habe vor ca. 6 Jahren eine davon für 8000,- Euro verkauft, so billig weil keiner der üblichen Forendeppen die Uhr zuordnen konnte und alle „Fake“ geschriehen hatten.
    Nach der Pleite von Breitling im Jahr 1979 befanden sich noch ca. 25 Uhrwerke des Venus 195 im Lager von Breitling. Später um ca. 1992 nach der Übernahme von Breitling durch Theodore Schneider wurden diese von Schneider oder vom Breitling Generalkonzessionär Trautman in sogenannte Re-Editionen mit schlecht nachgedruckten „BREITLING“-Zifferblättern mit limitierter Auflage und mit offiziellen Breitlingzertifikaten verbaut und verkauft. Diese Re-Editionen aus 1992 geistern heute noch in verschiedenen Uhrenbörsen herum und werden zwischen 5000,- und 12000,- Euro verkauft. Diese sind nicht wirklich Vintage und nichts für den puristischen Vintage-Sammler.
    Da ist diese echte Vorlageuhr „Venus“ für Breitling aus den 1960er Jahren schon eine ganz andere Nummer und ein echtes extrem seltenes Museumsstück. Ich hatte das verdammte Glück und konnte vor kurzem noch eins dieser Exemplare erwerben.

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