Restaurierung einer Omega Seamaster aus den 1950er Jahren
Oft kommen Uhren in einem sehr schlechten Zustand in unsere Werkstätte und es wirklich unglaublich und unvorstellbar wie so manche massive Beschädigung passiert sein kann. So wie diese Omega Seamaster aus den 1950er Jahren deren Restauration ich Ihnen hier näher vorstellen möchte.

Das Zifferblatt ist durch Feuchtigkeit beschädigt, die Zeiger sind lose und der Sekundenzeiger fehlt komplett…


Das Gehäuse zeigt massive Schlagspuren und ist auch verformt…

Der Gehäuseboden ist stark zerkratzt und Kanten sind auch nicht mehr sichtbar…



Das Uhrwerk ist furchtbar verschmutzt und schwimmt in Öl. Schrecklich sind auch die beschädigten Schrauben – ein „Kollege“ vor uns hat wirklich keine Schraube ausgelassen und jede Schraube zerkratzt und verdrückt.
Soweit der Zustand der Uhr vor unserer Restauration und jetzt beginnt die Restauration. Zuerst widme ich mich dem Gehäuse…


Natürlich kann man das beschädigte Gehäuse nicht so lange schleifen und polieren bis die Schlagspuren weg sind und deswegen schweißen wir vorher Stahl auf die Beschädigungen auf. Am rechten Bild sehen Sie die Schweißnaht. Das fertig restaurierte Gehäuse sehen Sie dann am Ende des Beitrages.
Jetzt widme ich mich dem Uhrwerk – einem Omega Kaliber 501.


Nachdem vollständigen zerlegen und reinigen des Uhrwerk habe ich auch alle Schrauben geschliffen und poliert. Das Werk ist jetzt nicht nur technisch, sondern auch optisch wieder in einem ausgezeichnetem Zustand.



…und als zertifizierter Omega Servicepartner konnten wir auch noch die originalen Dauphin-Zeiger bei Omega bestellen.







…und so sieht die Omega Seamaster nach unsere Restaurierung aus. Alles ist wieder so wie es sein soll und das Erbstück ist nicht nur technisch, sondern auch optisch wieder in einem ausgezeichnetem Zustand.
Wir sind Uhrmacher aus Leidenschaft!


