WB #19 – Restauration einer Breitling Chronomat aus den 1950er Jahren

An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne eine Restauration einer Breitling Chronomat aus den 1950er Jahren vorstellen.

Neben dem Breitling Navitimer war die Chronomat die Fliegeruhr schlechthin, weil sie als erste Armbanduhr eine drehbare Lünette mit Rechenschieber besaß. Mit dem Rechenschieber konnten die Piloten den Spritverbrauch und viele weitere mathematische Aufgaben ganz ohne Computer erledigen.

Einer dieser Klassiker hat, in einem doch schon etwas mitgenommen, Zustand unserer Werkstätte gefunden und folgend sehen Sie wie wir die Uhr restaurieren…

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WB #18 – Restauration einer Taschenuhr mit Viertelrepetition

Heute möchte ich Ihnen eine sehr schöne, aber auch sehr aufwändige Restauration einer golden Taschenuhr mit Viertelrepetition (Repetition à quarts) und einem 60 Sekunden Zähler vorstellen. Bei der Uhr aus dem 19. Jahrhundert war unter anderem die Sekundenwelle gebrochen. Bevor ich Ihnen die einzelnen Arbeitsgänge zeige gibts wie immer etwas Theorie und ich erkläre Ihnen zuerst was eine Repetition ist.

In einer Zeit in der noch nicht jeder Raum hell erleuchtet war und auch nicht überall elektronische Uhren die Zeit anzeigten, entwickelten findige Uhrmacher eine Möglichkeit die Zeit akustisch bereit zu stellen. Dazu war im Uhrwerk ein weiteres Räderwerk (das Schlagwerk oder Repetition) verbaut, welches mit einem Hebel oder Schieber ausgelöst wird. Die häufigsten Varianten bei Taschenuhren waren die Viertelrepetition (Repetition à quarts), die 5-Minuten-Repetition und die Minutenrepetition.

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WB #15 – Zifferblattfüße löten

Max BillDas Zifferblatt einer Uhr ist im Prinzip eine mehr oder weniger gewölbte und bedruckte Scheibe welche mit zwei „Füßen“ am Uhrwerk befestigt ist. Diese Füße halten das Zifferblatt am Uhrwerk und verhindern, dass sich das Zifferblatt im Gehäuse bewegt.
Bei starken Stößen oder Schlägen kann es vorkommen dass einer oder beide dieser Zifferblattfüße brechen… Weiterlesen

Restauration einer Taschenuhr mit Duplexhemmung

Der Finger für die Stellung fehltAn dieser Stelle möchte ich Ihnen die Restauration einer Taschenuhr mit einer sogenannten Duplexhemmung vorstellen. Diese Hemmung wurde um 1750 von Pierre le Roy, einem französischen Uhrmacher entwickelt. Hemmung nennt man übrigens den Teil der mechanischen Uhr der dafür zuständig ist, dass sich die Räder gleichmäßig und kontinuierlich drehen und somit eine Zeitanzeige ermöglichen. Heute sind vor allem Uhren mit Schweizer Ankergang üblich, aber in den vergangenen Jahrhunderten gab es viele verschiedene hochinteressante Hemmungen.
Die Duplexhemmung wurde vor allem in den oft kunstvoll gravierten englischen Taschenuhren, die für den chinesischen Markt gebaut wurden, verwendet. Besonders erwähnenswert ist auch, dass der Sekundenzeiger bei der Duplexhemmung im Sekundentakt springt – dazu aber später mehr.  Weiterlesen